Hannover (epd). Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) hat die Arbeit des Tierschutzbeirates des Landes gewürdigt. Das ehrenamtliche Beratungsgremium leiste seit 35 Jahren einen wichtigen Beitrag für das Wohl der Tiere und schaffe eine Brücke zwischen Praxis, Verbänden, Wissenschaft und Politik, sagte die Ministerin am Mittwoch in Hannover. Das Gremium ist seit 1991 in der Landespolitik aktiv. Für die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen wirkt Pastorin Cornelia Möller in dem Gremium mit.
„35 Jahre Tierschutzbeirat stehen für 35 Jahre fachliche Kompetenz, ehrenamtliches Engagement und den gemeinsamen Einsatz für das Wohl der Tiere“, betonte Staudte. Das Gremium begleite ein breites Themenspektrum, das von der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere über Zoo- und Zirkustiere bis hin zu grundsätzlichen Fragen des Tierschutzrechts reiche. Guter Tierschutz brauche den Dialog, aber auch den Mut, Veränderungen anzustoßen, unterstrich die Ministerin.
62 Beschlüsse in 123 Sitzungen
Auch die Landesbeauftragte für den Tierschutz, Julia Pfeiffer-Schlichting, hob den Wert des Gremiums hervor: „Tierschutz lebt vom fachlichen Austausch und davon, dass auch schwierige Fragen offen diskutiert werden.“ In seinen bisher 123 Sitzungen habe der Beirat insgesamt 62 Beschlüsse gefasst. Darin habe er der Landesregierung Anregungen für Initiativen im Bundesrat oder Vereinbarungen mit nutztierhaltenden Verbänden gegeben.
Der Tierschutzbeirat wurde 1991 unter dem damaligen Agrarminister Karl-Heinz Funke (SPD) eingerichtet. Dem Gremium gehören den Angaben zufolge derzeit 16 ehrenamtliche Mitglieder und Stellvertreter an. Sie vertreten unter anderem Tierschutzvereine, die evangelische und die katholische Kirche, die Landwirtschaft, die Jägerschaft sowie die Wissenschaft. Den Vorsitz der laufenden Berufungsperiode bis Ende September 2027 hat Dieter Ruhnke vom Landestierschutzverband Niedersachsen inne.