Hans Joas: "Antisemitismus -Eine Rebellion gegen die Transzendenz"

Nachricht 07. November 2026

Vortrag am 3. Dezember in Hannover-Herrenhausen

Prof. Dr. Hans Joas. Foto: Ziko van Dijk, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Antisemitismus gehört zu den ältesten und zugleich wandlungsfähigsten Formen des Hasses in Europa. Der Soziologe Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Joas hat in einem neuen Buch eine Besonderheit des völkischen und rassistischen Antisemitismus herausgearbeite, die offensichtlich zu sein scheint, aber nur selten in ihrer tiefen Bedeutung gewürdigt wird.

Über Jahrhunderte hinweg wurde nämlich Jüdinnen und Juden in Europa vor allem vorgeworfen, sie würden sich dem christlichen Ideal der universellen Nächstenliebe in Europa verweigern. Im 20. Jahrhundert kehrte sich dieses Bild aber auf paradoxe Weise um. Nun wurde gerade ihr Denken über nationale Grenzen hinaus als angeblicher Beweis für die Gefährlichkeit des "Jüdischen" gedeutet. 

Hans Joas zeigt, wie solche Vorstellungen entstehen konnten, warum sie für manche Menschen eine existenzielle Sinnstiftung botetn und wer in prophetischer Weise gegen diesen neuen Antisemitismus im vollen Bewusstsein seiner Tiefendimension aufstand.

Ort und Zeit der Veranstaltung

  • Der Vortrag findet statt am 3. Dezember 2026 um 19.00 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Str. 5, 3019 Hannover.
  • Der Eintritt ist frei.
  • Veranstalter sind die Volkswagen-Stiftung und der Niedersächsische Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens.
Informationen über die Veranstaltung