Im Rahmen ihrer Sommerreise hat die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, einen Förderscheck über 800.000 Euro an die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen e. V. (LAGFA) übergeben. Mit den zusätzlichen Mitteln wird die erfolgreiche Mikroförderung zur Stärkung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements in Niedersachsen fortgesetzt. Damit erhöht sich die Gesamtsumme, die das Land Niedersachsen im Jahr 2026 für die Mikroförderung zur Verfügung stellt, auf 1,8 Millionen Euro.
Die Mikroförderung ist ein zentraler Bestandteil der Niedersächsischen Strategie für Engagement und Ehrenamt sowie des Konzepts zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Sie unterstützt Vereine, Initiativen, gemeinwohlorientierte Organisationen und ehrenamtlich Engagierte mit Zuschüssen zwischen 100 und 2.500 Euro bei der Umsetzung ihrer Projekte vor Ort.
Ministerin Daniela Behrens: „Ob Sportverein, Dorfgemeinschaft, Kulturinitiative, Nachbarschaftsprojekt oder Jugendgruppe: Ehrenamtliche schaffen Begegnungen, stärken den Zusammenhalt und halten unsere Gesellschaft zusammen. Sie investieren Zeit, Ideen und Herzblut für andere Menschen. Mit der Mikroförderung unterstützen wir genau dieses Engagement. Oft reichen wenige hundert Euro, aus einer guten Idee ein konkretes Projekt für die Gemeinschaft entstehen zu lassen.“
Zwischenevaluation bestätigt Erfolg des Programms
Die Entscheidung zur Fortsetzung der Mikroförderung wird durch die Ergebnisse einer unabhängigen Zwischenevaluation gestützt. Die Untersuchung zeigt, dass die Förderung bereits in ihrer frühen Phase eine hohe Wirkung entfaltet.
Behrens: „Die Evaluation zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Engagement auf passende Unterstützung trifft. Die Mikroförderung stärkt Vereine und Initiativen ganz konkret in ihrer Arbeit. Sie schafft neue Begegnungsräume, ermöglicht Teilhabe und setzt Impulse weit über das eigentliche Projekt hinaus. Das ist eine Investition in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und in eine starke Demokratie.“
Fortsetzung ab September 2026
Ab dem 1. September 2026 startet die nächste Förderphase der Mikroförderung. Gefördert werden weiterhin vielfältige Projekte, die mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand große Wirkung vor Ort entfalten können. Dazu zählen unter anderem Nachbarschaftsinitiativen, Bildungs- und Jugendangebote, soziale Projekte sowie kulturelle Mikrovorhaben.
Um Ehrenamtliche bei der Antragstellung zu entlasten, bleibt das Verfahren bewusst einfach und zeitsparend gestaltet. Ein besonderes Merkmal der Mikroförderung ist der vollständig digitale Ablauf. Das bedeutet weniger Bürokratie, eine schnellere Bearbeitung und ein nutzerfreundliches Verfahren für die Antragstellenden.
Die Auszahlung erfolgt weiterhin in zwei Schritten: 50 Prozent der Fördersumme werden unmittelbar nach der Förderzusage ausgezahlt, die verbleibenden 50 Prozent nach Prüfung des Verwendungsnachweises durch die LAGFA Niedersachsen. Dadurch können Vereine, Initiativen und Organisationen ihre Projekte ohne Vorfinanzierungsdruck auf einer verlässlichen finanziellen Grundlage starten.
Antragsberechtigt sind Vereine, gemeinwohlorientierte Organisationen, Initiativen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie ehrenamtlich oder bürgerschaftlich engagierte Privatpersonen. Gefördert werden notwendige und prüffähige Ausgaben, insbesondere für Materialien, technische Ausstattung, projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit, Reisekosten oder zwingend erforderliche Honorare. Die Förderhöhe beträgt weiterhin zwischen 100 und 2.500 Euro je Projekt.